Trick 17 mit Selbstüberlistung

Trick 17 mit Selbstüberlistung
(23.09.2011/Susanne) Selbst schuld, kann man da nur sagen - ein norwegischer Parlamentsabgeordneter musste nun sämtliche Parteiämter niederlegen, wenn er sein Mandat im "Storting" in Oslo auch behalten will. Auf einen grünen Zweig wird er damit aber sicher nicht mehr kommen, denn er hat sich selbst der absoluten Lächerlichkeit preisgegeben.
Dabei hat er eigentlich nichts Schlimmeres gemacht, als ein Bordell zu besuchen. Pech nur, dass genau das, ein Bordellbesuch nämlich, in Norwegen strafbar ist; und für Norweger auch dann, wenn dieser Besuch im Ausland stattfindet.
Dass sich der Abgeordnete die leichten Mädchen in Riga (Lettland) gesucht hatte, half ihm also nichts. Das wurde extrem teurer Sex - neben den Kosten der Prostituierten musste er anschließend noch umgerechnet über 3000 Euro Bußgeld zahlen.
Das kommt dabei heraus, wenn Politiker moralische Anforderungen an die "Normalbürger" stellen, denen sie selbst nicht mehr gewachsen sind. Deutlicher kann es eigentlich nicht werden, wie unsinnig dieses norwegische Gesetz ist. Und von daher spricht diese ebenso traurige wie menschliche Geschichte wahre Bände, was die realistische Einschätzung mancher Politiker dessen angeht, wie der Alltag der Bürger aussieht. Dem sich auch ein Politiker nie ganz entziehen kann.
Parallelen zu etwaigen deutschen Gesetzen im Hinblick auf Internet-Pornos und Jugendschutz sind rein zufällig und sicher nicht beabsichtigt.
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